Ausgezeichnet in der Kategorie Großer Mittelstand 2011: ZEG Zentraleinkauf Holz + Kunststoff eG

Gewinner in der Kategorie
Großer Mittelstand 2011

ZEG Zentraleinkauf Holz + Kunststoff eG

Schwieberdinger Str. 28
70435 Stuttgart

Vorstand: Bernd Oppenländer, Gerd Fähler
Branche: Holzgroßhandel
Umsatz: 250 Mio. €
Mitarbeiter: 795

Web: www.zeg-holz.de

ZEG Zentraleinkauf Holz + Kunststoff eG
Die ZEG Zentraleinkauf Holz + Kunststoff eG im Film

Bernd Oppenländer, Christian Kössler

Laudatio:

gehalten von Ingeborg Neumann, Mitglied des Vorstandes des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses; BDI-Präsidialmitglied)

Es mag Sie vielleicht überraschen, dass der Preis ausgerechnet auf ein Unternehmen fällt, dass in der Rechtsform einer altehrwürdigen Genossenschaft geführt wird.

Aber Genossenschaften verkörpern ja seit jeher ein solides Geschäftsgebaren und legen größten Wert auf ein solides Fundament. Und sie verweigern sich gerne, dem jeweils flüchtigen Zeitgeist. Und so ist es auch hier.

Die Jury ist vor allem durch die Güte und Verlässlichkeit der Berichterstattung überzeugt worden.

Was hat uns im Einzelnen besonders beeindruckt?

Man hat aus einer Krise gelernt.
Die Krise bei ZEG in 2001 wirkte wie eine Katharsis. Es hatte sich damals tief in das Bewusstsein der verantwortlichen Führung eingeprägt, dass eine offene, aktuelle und transparente Kommunikation mit Banken, Factoring-Unternehmen und Kreditversicherern unerlässlich für das Überleben ist.

Die ZEG hatte daraufhin die Bedürfnisse der Finanzpartner systematisch erhoben und das eigene Reporting entsprechend strukturiert.

In 2010 wurden Aspekte der bisherigen Finanz-Kommunikation durch Umfrage bei den Finanzpartnern erneut überprüft, um Änderungswünsche künftig zu berücksichtigen.

Und

Inhalt und Form der Finanzkommunikation ist vorbildlich.
Die Berichterstattung umfasst die standardmäßig zu erwartenden Formate auf Quartals- und Jahresbasis.

Hinzu kommt ein 40-seitiger Bericht über das Risikomanagement. Hier werden die zentralen Risiken der ZEG in den Bereichen Finanzen, Vertrieb, Warenwirtschaft, Personal, IT, aber auch Konjunkturdaten der Branche beleuchtet.

Die „Planung 2011“ und die ausführliche „Wachstumsstrategie 2015“ dokumentieren sehr anschaulich und damit vorbildlich wie das Unternehmen sein Reporting als Radar für die Kapitalgeber einsetzt.

Die ausgewählten Informationen der Berichterstattung treffen genau den Informationsbedarf der Interessengruppen und sind sehr übersichtlich gestaltet.

Ein Beispiel hierfür ist wiederum der Risikomanagement-Bericht, in dem das Ausmaß der Risiken sehr übersichtlich in einer Ampel-Systematik dargestellt wird.

Ein weiteres Beispiel sind die eingängigen Graphiken bei der vorgelegten Wachstumsstrategie 2015.

Und als drittes ist die illustrative Bilderwelt des Geschäftsberichts 2010 zu erwähnen. So vergleicht der Bericht das „Zusammenspiel“ in einer Genossenschaft mit dem in einem Orchester.

Vor diesem Hintergrund überrascht das Bankenurteil nicht:

„Schulnote 1:

Vorbildlich offen, anschaulich, detailliert, lässt keine Wünsche offen.“

Kein Wunder, denn für den Sprecher des Vorstands, Herrn Oppenländer, der heute anwesend ist, ist Finanz-Kommunikation eben Chefsache.

Meine Damen und Herren, lassen Sie mich aber noch einen Gesichtspunkt hervorheben, der sich aus der speziellen Situation dieser Genossenschaft mit ihren rd. 3.000 Mitgliedern, deren Kunden, und den zahlreichen Lieferanten ergibt.

Hier wirkt nämlich die ausgezeichnete Finanz-Kommunikation wie ein Scharnier, das mit seiner Transparenz die Solidität, aber auch den Zusammenhalt aller Beteiligung sicherstellt.

Abschließend meine Botschaft dieser Laudatio:
Eine gute, nachhaltige und offene Finanz-Kommunikation ist ein bedeutender, wertschöpfender Faktor im reibungslosen Zusammenspiel zwischen Finanzpartnern, Unternehmen, und den – in diesem Fall genossenschaftlich organisierten – Eigentümern.

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